Besuch bei der kleinen Schwester

Malta pulsiert. Die kleine Schwester Gozo dagegen ist die Ruhe selbst.

Mit der Fähre erreicht man Gozo in knapp 30 Minuten, vorbei an der noch kleineren Insel Comino.

Unsere erste Handlung war das Aufsuchen des Beach Restaurants Ta’ Cenc Il-Kantra in Sannat. Herrliche Meeresfrüchte, herrliche Aussicht.

Aussicht vom Ta’ Cenc Restaurant, Sannat, Gozo

Hauptattraktion aus architektonischer Sicht: Die Zitadelle in Victoria.

Citadel
The Wall

Ebenfalls ein architektonisches Highlight, allerdings nicht von Menschenhand geformt: Die Felsen von Dwejra.

Nah am Wasser gebaut

Das sogenannte Azure Window ist leider kurz vor unserer Ankunft für immer verschwunden, nämlich eingestürzt. Manchmal kommt man einfach zu spät.

Da muss es irgendwo gewesen sein…

Alle Fotos auf Flickr.

Mal eben nach Malta

Der Sommer neigte sich seinem Ende entgegen, und Malta versprach auch im September noch Sonnenschein und angenehme Badetemperaturen. So zumindest unsere Meinung.

Die ersten Tage sah es dann tatsächlich noch gut aus.

Café del Mar, Malta
Café del Mar
San Pawl il Bahar
Mdina, alte Hauptstadt Maltas
Mdina, St. Paul's Cathedral
Mdina, St. Paul’s Cathedral
Rabat

Strände gibt es auf Malta auch, meist in der Ausführung “Kiesel”. Hier waren wir am sage und schreibe 35 Meter langen Sandstrand in der Gnejna Bay.

Wied il-Gnejna

Schön anzuschauen die Kathedrale von Mosta, mit ihrer eindrücklichen Kuppel. Generell versucht jedes Dorf, das nebenan gelegene mit einer noch grösseren Kirche zu übertrumpfen.

Mosta Cathedral

Ganz in der Nähe: Naxxar, wo sich der Palazzo Parisio für einen Lunch anbietet.

Palazzo Parisio Gardens

Das nachfolgende Bild zeigt die Ruhe vor dem Sturm. Am nächsten Tag erreichte uns dann tatsächlich eine ziemlich massive Schlechtwetterfront, die – Augenzeugen gemäss – den ersten Regen seit Mai brachte.

St. Julians
Thunderstruck
Stormy Waters (Westin Dragonara Resort, im Auge des Sturms, morgens um 10 Uhr)

Von ein bisschen Regen und Wind liessen wir uns natürlich nicht aufhalten, und besuchten das Fischerdorf Marsaxlokk, wo uns ein Besuch im Restaurant Tartarun die Sturmböen drumherum vergessen liess. Besten Dank an Giuseppe und Laetitia für diesen und viele weitere Tipps.

Riders on the storm

Nur wenige Kilometer weiter (in Malta braucht man irgendwie nie länger als 15 Minuten bis zum nächsten Ziel, kein Wunder bei einer nur 27km langen Insel) befinden sich die Three Cities, die dicht besiedelten, von Mauern umgebenen alten Städte Vittoriosa (il-Birgu), Copiscua (Bormia) und Senglea (L’isla), mit ihren malerischen Strassen und schönen Aussichtspunkten.

Rockin’ the boat (Jachthafen von Vittoriosa (Bormia))
One Way (Strasse in L’Isla)

Schliesslich Valletta, die Hauptstadt Malta’s, in 2018 Kulturhauptstadt Europas. Entsprechend viele Baustellen trafen wir an. Der Zufall wollte es, dass just während unseres Aufenthaltes auch Prinz Charles zugegen war, um den 75. Jahrestags der Verleihung des George Cross’ an Malta zu feiern. Folglich waren – zusätzlich zu den Baustellen – die wichtigsten Strassen abgeriegelt.

Parliament of Malta

Bei Prinz Luitpold

1000 Dinge, die man gesehen haben muss, bevor man… na ja, Schloss Neuschwanstein gehört da wohl auch dazu. Man sollte vielleicht nicht grad an einem verlängerten Wochenende, wenn vielerorts Feiertag ist, hinfahren, um es eben denn gesehen zu haben. Dann müsste man auch nicht mindestens 15 Minuten anstehen, um dieses Bild zu machen.

Ich bau dir ein Schloss

Aber schön war es trotzdem. Beschaulicher dann auf der Rückfahrt die hübsche Altstadt im ebenfalls bayrischen Lindau am Bodensee.

Ein Schiff wird kommen

FloRenzi

Man kriegt nie genug von Italien. Darum ein kurzer herbstlicher Abstecher in Renzi’s Florenz.

Hin mit dem Flieger. Retour im spontan gemieteten Fiat 500X, mit drei Zufallsbekanntschaften, da der Rückflug abgesagt wurde. Lustig war’s.

Tyrrhenische Perlen

Und immer wieder Italien… Erneut wollte der Sommer verlängert werden. In Kalabrien soll das auch Anfang Oktober noch möglich sein. Und tatsächlich.

Apulien ist so langsam in aller Munde. Kalabrien noch nicht. Zu Unrecht – aber gut für den Touristen, der noch das authentische Italien sucht. Es gibt Orte, die sind so schön, man möchte für immer und ewig dort bleiben.

Zum Beispiel Scilla, mit seinem kleinen Fischerquartier Chianalea.

Und ganz besonders Tropea, die Perla del tirreno, auf schroffen Klippen gebaut, mit seiner wunderschönen Altstadt, den coolen Bars, und der Wallfahrtskirche Santuario Santa Maria dell’Isola auf ihrem Felsen.

A room with a view
Aussicht auf Santa Maria dell’Isola
Stromboli im Hintergrund
Coole Bar: Al MIgliarese

Ebenfalls schön: Pizzo. Von dort stammt der legendäre Tartufo di Pizzo, der mit Trüffeln rein gar nichts zu tun hat, sondern ein Dessert ist.

Unweit von Tropea, in Parghelia, lässt sich die Pizzuta bestaunen.

La Pizzuta

Und, ein paar Kilometer in die andere Richtung, das Capo Vaticano.

Capo Vaticano

Auf der Rückfahrt von Scilla nach Tropea hält man für einen Sundowner im auf einer Anhöhe gelegenen Nicotera. Die Aussicht ist überwältigend.

Nicotera
Sundowner

Weitere Fotos aus Kalabrien sind auf Flickr.

Wein, Weib, Wildschwein

Toscana. Wetter gut. Essen auch. Und der Wein erst. Fertig.

Porto Santo Stefano
Marina di Alberese – very windy
Montalcino
Pienza
San Vincenzo
Siena
Siena
Mazzanta, Vada
Lucca
Lucca
Bolgheri
Enoteca Tognoni, Bolgheri, nach dem Wildschwein
Volterra
Volterra
Pisa

5 Freunde bei 3 Brüdern

Das diesjährige BubenAltherrenreisli führte uns nach Riga in Lettland. Man liest so allerhand über Riga im Internet: Achtung vor randalierenden englischen Saufbrüdern, Achtung vor allen Arten von Betrug, Achtung vor fremden Substanzen in Getränken. Doch nichts von alledem haben wir angetroffen.

Stattdessen ein hübsch herausgeputztes Städtchen, mit netten und zuvorkommenden Menschen.

Der Spaziergang durch die Altstadt führt an zahlreichen sehenswerten Gebäuden vorbei, z.B. am Pulverturm, einem Schiesspulverlager aus dem 18. Jahrhundert.

Rīga-1412
Pulverturm

Die drei Brüder, ein Nebeneinander von drei mittelalterlichen Gebäuden, gehören zu den ältesten Bauwerken der Stadt.

Rīga-1424
Die drei Brüder

Ebenfalls hübsch anzusehen: Das House of Blackheads auf dem Rathausplatz (im 2. Weltkrieg zerstört, dann in den Neunzigern wieder aufgebaut), mit der Petrikirche im Hintergrund. Gleich daneben das Museum of the Occupation, das die Schandtaten deutscher und russischer Besatzung im Detail dokumentiert.

Rīga-1448
House of Blackheads

Auch die orthodoxe Geburtskathedrale weiss im sanften Herbstlicht zu gefallen.

Rīga-1403
Orthodoxe Geburtskathedrale

Alles in allem ein sehr lohnenswerter Besuch. Das Filet im Rock & Ribs war empfehlenswert, und Lettlands’s erstes Rock Café, mit Livekonzerten lokaler Bands, ebenfalls.

Alle Bilder wie immer auf Flickr.

Im Land der untergehenden Sonne

Wenn die Tür des Taxis sich von selbst öffnet, der Taxifahrer weisse Handschuhe trägt und die Toilette mehr Knöpfe hat als die TV-Fernbedienung und auf Wunsch musiziert, dann befindet man sich in Japan.

Ja, Japan ist speziell, um nicht zu sagen “anders”. Auf der einen Seite bestaunt man traditionelle Bauwerke wie den Meiji-Schrein…

Meiji Jingu
Open doors
Meiji Jingu
Meiji Jingu

…oder die Anlage des kaiserlichen Palasts in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs.

Tokyo-3570
Kaiserpalast im Mittagslicht

Auf der anderen Seite begegnet man modernen Gebäuden und schräg angezogenen Leuten, wie bspw. in Shibuya oder Shinjuku.

Shinjuku
Reizüberflutung

Generell ist die Orientierung im Sündenviertel Shinjuku für den ortsunkundigen Europäer nicht ganz einfach. Alle – ja, alle – Lokale sind nur mit japanischen Symbolen verziert.

Shinjuku
Kann das mal jemand übersetzen, bitte?

Speisekarten sind nur auf Japanisch erhältlich, und leider spricht auch niemand – nein, niemand – Englisch. Restaurants verkaufen “Hormone”…

Tokyo-0253
Endlich mal ein Bild für Hormone

…während spezialisierte Läden kleine Hunde zum Mitnehmen feilbieten. Man sehnt sich halt manchmal nach ein wenig Wärme.

Tokyo-0251
Zum Mitnehmen oder hier essen?

Was man sich nicht entgehen lassen darf, ist der Tsukiji Fish Market. Die Vielzahl an bunten Fischen und Schalentieren lässt einen den etwas speziellen Geruch – zu früher Morgenstunde – völlig vergessen.

Tokyo Tsukiji Fish Market
Hidden treasures

Von dort ist es nur ein kleiner Fussmarsch ins hippe Ginza-Viertel (wo sich natürlich ein Besuch im Victorinox Store anbietet…).

Eine besondere Beziehung pflegen die Japaner zum Fuji-san, dem majestätischen Berg, der sich zu später Stunde hervorragend aus dem Tokyo Metropolitan Government Building bestaunen lässt.

Fuji-san
Fuji-san

Der Besuch war kurz. Und muss definitiv wiederholt werden. Weitere Fotos auf Flickr.