Das Naturwunder, Teil 3 – Cataratas de Iguazú

Heiligabend und Weihnachten verbrachten wir sozusagen im Dschungel, bei den Iguazú-Fällen im Dreiländereck von Argentinien, Brasilien und Paraguay. Ein Riesenspektakel (leider fehlt hier die Tonspur…)!

Iguazú Wasserfälle #1
Iguazú Wasserfälle #1
Iguazú Wasserfälle #2
Iguazú Wasserfälle #2
Iguazú Wasserfälle #3
Iguazú Wasserfälle #3
Iguazú Wasserfälle #4
Iguazú Wasserfälle #4
Iguazú Wasserfälle #5
Iguazú Wasserfälle #5

Auch hier wieder jede Menge eigenartige Tiere. Neben unzähligen Vögeln, Schmetterlingen, Insekten und Echsen hat der (das?) waschbärähnliche Coati (auf deutsch korrekt: “südamerikanischer Nasenbär”) mehrmals unseren Weg gekreuzt.

Coati
Coati

Und im Vogelpark auf der brasilianischen Seite sahen wir exotische Vögel und sprechende Papageien.

Tukan
Tukan

Es sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass das Restaurant La Rueda das klar beste in Puerto Iguazú ist, sowohl in Sachen Fleischqualität wie auch Interior Design.

Das war’s für den Moment mit Berichten über landschaftliche und natürliche Schönheiten. Als nächste Stationen unserer Reise folgen ein paar Städte: Zuerst nochmals Buenos Aires, dann Miami, Hongkong und schliesslich Singapur.

Wir wünschen frohe Weihnachten, einen guten Rutsch, und melden uns 2011 wieder.

Erfahrungen zum Sommeranfang

Die Stadt Salta nennt sich “La Linda” und ist in der Tat ganz hübsch. Und sie pulsiert (wenn nicht gerade heilige Siesta herrscht). 

Salta - Iglesia San Francisco

Von Salta aus wollten wir ein wenig die Umgebung, d.h. die unzähligen Canyons und Schluchten, im Mietwagen erfahren. Anscheinend hatten alle anderen Touristen die gleiche Idee, weshalb wir noch genau ein Auto “auswählen” durften. Und so machten wir uns mit dem übelsten Fabrikat aus Signor Marchionne’s Werkstatt on the road, zuerst gen Süden. 

Die Quebrada de las Conchas führte uns entlang der Ruta de Vino durch bemerkenswerte Schluchten… 

Quebrada de las Conchas - El Obelisco

…nach Cafayate, der Hochburg der Weinproduktion. Dort nächtigten wir auf der Estancia Altalaluna, umgeben von Weinbergen. Es hat uns gefallen dort.

Estancia Altalaluna, Cafayate

Dann ging’s auf der legendären Ruta Nacional 40, die i.d.R. nicht viel mehr als eine Schotterpiste dritter Qualität ist, … 

Ruta Nacional 40
Ruta Nacional 40, km 4405

 …nach Cachi, einem alten Indiodorf. Dort empfehlen wir das Hotel El Cortijo und das Restaurant Ashpamanta, wo die Besitzerin die Pasta noch von Hand formt und selber kocht. Dazu läuft tolle Musik: Ana Prada aus Uruguay, eine nennenswerte Neuentdeckung. 

Cachi

Und schliesslich durfte auch das Unesco-Welterbe Quebrada de Humahuaca nicht fehlen, hier beispielhaft das Dorf Purmamarca mit seinem siebenfarbigen Hügel.

 Die Salinas Grandes sind sicher nicht mit dem Salar de Uyuni zu vergleichen, aber dennoch ganz nett anzusehen. 

Salinas Grandes
Salinas Grandes

Das Kaff San Antonio de los Cobres hingegen, weitere 100 km Schotterpiste auf 3775 m gelegen, bekannt durch den Tren de las Nubes, kann man sich getrost sparen. Dort oben gibt es: Nichts. Darum auch kein Bild. 

Zurück in Salta wurde der Sommeranfang durch Darbietungen verschiedener Tanzgruppen zelebriert. Entzückend.

Salta - Plaza 9 de Julio
Salta - Plaza 9 de Julio

Man kann übrigens hervorragend essen in Salta. Zum Lunch ein paar Empanadas im “Corredor de las Empanadas”. Bife aller Sorten gibt’s gediegen im “El Solar del Convento”, während “El Viejo Jack” die Rinder fast in einem Stück serviert. Alle Portionen auf der Karte sind für 2 Personen kalkuliert – wir fänden 4 angemessener. So teilten wir uns ein knappes Kilo Filet, zum Preis von etwa 18 CHF. Zuhause kostet’s im Restaurant locker das Zehnfache. We definitely love Argentina.

Das Naturwunder, Teil 2 – Die Salzwüsten von Atacama und Uyuni

Der Flug mit Sky Airlines (die besser sind als ihre Website) brachte uns von Punta Arenas nach 3 Stopps in Coyhaique, Puerto Montt und Santiago und ebenso vielen Mahlzeiten schliesslich doch noch nach Calama, von wo es per Bus nach San Pedro ging, einem Dorf in der trockensten Wüste der Welt, der Atacama-Wüste.

Nach dem kühlen und windigen Patagonien ist der staubtrockene Norden Chiles erst mal ein kleiner Klimaschock. San Pedro de Atacama zeigt seinen Charme erst auf den 2. Blick. Erster Eindruck: Ein staubiges, touristisches Kaff, voll von Touranbietern, Hippies, Aussteigern und streunenden Hunden. Dennoch ist es ganz relaxed und man findet jede Menge gute Restaurants (Cafė Adobe, La Estaka, Blanco, Ckunha).

SPdA dient in erster Linie als Ausgangspunkt für Touren, so z.B. in die Laguna Chaxa zwecks Flamingobeobachtung, in die Laguna Cejar, wo man auf dem salzigen Wasser liegen oder in die Laguna Tebinquinche, wo man à la Jesus auf dem Wasser laufen kann. Zum Standardprogramm gehört auch ein frühmorgendlicher Ausflug zu den Tatio-Geysiren auf 4310 m Höhe mit anschliessendem Bad in einem natürlichen Thermalbad bei -5 Grad Lufttemperatur. Wer’s mag…

El Tatio Geysers, Chile
Bei den El Tatio Geysire, nahe San Pedro d.A., Chile

Am meisten beeindruckt hat uns das Valle de la Luna mit seinen herrlichen Canyons und Felsformationen.

Valle de la Luna, San Pedro de Atacama
Valle de la Luna, San Pedro de Atacama

Noch deutlich eindrücklicher dann die Tour nach Bolivien, zuerst in den Nationalpark Eduardo Avaroa. Der Nationalpark beeindruckt mit vielen farbigen Lagunen, z.B. der Laguna Colorada und vielen weiteren mit zahlreichen Flamingos.

Laguna Colorada
Laguna Colorada, Bolivien
Laguna Derennameunsentfallenist, mit Flamingos, Bolivien

Auch Geysire sieht man auf der Tour, die im Gegensatz zu den chilenischen ordentlich blubbern.

Blubbernde Geysire, Bolivien

Und lustige Tiere gibt’s zu sehen, hier das vom Aussterben bedrohte Vizkacha, eine Art Wüstenkarnickel.

Vizkacha sucht Futter
Vizkacha sucht Futter

Anstelle der regulären Backpacker-friert-sich-den-Arsch-ab-Tour mit Übernachtung in einer Blechhütte auf 4300 m wählten wir eine private Tour mit Chofer Simeon (Reguläre Tour in 2 statt 3 Tagen, Anbieter Estrella del Sur, empfehlenswert) und übernachteten daher im komplett aus Steinblöcken erbauten Tayka Hotel del Desierto mitten in der Wüste, auf ca. 4600 m. Die Luft in der Nacht war knapp, der Schlaf unruhig. Dennoch ein Erlebnis.

Tayka Hotel del Desierto, Bolivien

Anderntags dann der Salar de Uyuni, die grösste Salzwüste der Welt, ein absolut brillanter Anblick. Besonders interessant die Isla Pescador mit ihren unzähligen Kakteen.

Isla Pescador, Salar de Uyuni, Bolivien
Isla Pescador mit Kakteen, Salar de Uyuni, Bolivien
Geländewagen auf Salzsee
Geländewagen auf Salzwüste

Nach zwei erlebnisreichen Tagen auf der Tour und zwei anstrengenden Transfers (Nachtzug von Uyuni nach Villazón an die bolivianisch-argentinische Grenze, dann Bus von La Quiaca nach Salta mit 2x unfreiwilligem Aussteigen (Strassenblockade durch Indigenos, Polizeikontrolle durch Gendarmeria Nacional)) werden wir nun von Salta aus noch den Norden Argentiniens erkunden.

Das Naturwunder Torres del Paine

Von El Calafate in Argentinien fuhren wir per Bus nach Chile, genauer nach Puerto Natales. Dort ist nicht viel zu unternehmen, ausser gut essen und trinken (z.B. eine Pizza im La Mesita Grande, das von der ausgewanderten Schweizerin Sandra geführt wird, Kaffee & Kuchen in der Chocolateria Patagonia Dulce und zum Dinner ins Mama Rosa). Das nagelneue Hotel Natalino können wir ebenso empfehlen.

Am nächsten Tag ruckelten wir im Mietauto über endlose Schotterpisten in den Parque Nacional Torres del Paine, wo wir 2 Tage verbrachten. Die wilde Schönheit der Natur, insb. die markanten Berge um die Cuernos und Torres del Paine, die türkisblauen Lagunen und auch die vielfältige Tierwelt (Kondore, Nandus, Füchse, Guanacos…), haben uns tief berührt. Hier einige (iPhone-)Impressionen:

Gletschersplitter am Lago Grey
Laid-back Guanaco vor den Torres
Laguna Azul
Lago Pehoe & Cuernos del Paine

Weiter südlich stoppten wir noch bei der Pinguinkolonie am Seno Otway , wo fleissig gebrütet wurde.

Meet the Penguins

Und nach einem kurzen Aufenthalt im unerwartet charmanten Punta Arenas (Tipp: Hotel Ilaia), der südlichsten Stadt Kontinentalsüdamerikas, verlassen wir das windige, aber wunderschöne Patagonien, und fliegen morgen via Santiago de Chile nach Calama in der Atacama-Wüste.

Alle Wege führen weg von Punta Arenas...

900 kg/m3

Soviel wiegt der ständig wachsende Perito Moreno Gletscher – und auch sonst hat er uns schwer beeindruckt. Ein Eisbrecher im wahrsten Sinne des Wortes, wirft er doch alle paar Minuten wieder mal ein paar Blöcke Eis in den Lago Argentino.

On the rocks

Die Gletscher-Trekkingtouren starten in El Calafate, dem Alice Springs Argentiniens. Die Firma Hielo y Aventura können wir empfehlen. Die beiden Aussteiger-Guides Eduardo und Ronson, einer Ex-Arzt, der andere Ex-Zahnarzt, führten uns zu den Highlights auf dem Gletscher, zum Schluss gabs noch einen Whisky on the rocks…

Die andere Dorfkönigin unterhält drei Restaurants unter dem Label Casimiro Biguá. Ebenfalls gut. Besser als La Lechuza.

Als Soundtrack für die insgesamt 3 Stunden Busfahrt durch herrlich karge Landschaften empfiehlt sich Federico Aubele’s Panamericana.

Zum Wetter in Patagonien ist zu sagen, dass es einen leichten Hang zur Theatralik hat und sich etwa alle 15 Minuten in neuem Gewand präsentiert. Lady Gaga ist ein Ladenhüter dagegen. So haben wir an einem Tag von sonnigen 10 bis zu Hagel bei gefühlten -10 Grad alles gesehen. Und der Wind bläst ohne Ende – 3-Wetter-Taft wird hier darum gar nicht erst verkauft. Dies als kleiner Trost für die zuhause Schlotternden.

Ein Hoch auf das Rind

Der Flug war lang (17h via FRA), die Erwartungen hoch. Doch Buenos Aires hat sie erfüllt. Bereits zum Lunch an der Plaza Dorrego in San Telmo gab’s den ersten Tango.

Live Tango, Plaza Dorrego, San Telmo, Buenos Aires
Schau mir in die Augen, Kleines

…und dann ging’s weiter ins Hafen- und Künstlerviertel La Boca zu den farbigen Häusern des Caminito. Auch der Friedhof in Recoleta mit dem Grab von Evita durfte nicht fehlen.

Aber zum Wesentlichen: In Indien sind Kühe heilig, in Argentinien landen sie auf dem Teller. Im angeblich besten Steakhouse in Buenos Aires haben wir uns daher ein Baby Beef (Mindestbestellgrösse: 500g) und ein Filete de Lomo genehmigt. So muss es sein.

Steak im La Cabaña las Lilas, Buenos Aires
Die Kuh meldet sich “a punto”

1’000’350 US$

So, die Koffer sind (fast) gepackt – die wichtigsten drei Ausrüstungsgegenstände stehen auch schon fest:

Three key things
  1. Das schlaue Büchlein für unterwegs mit allen gesammelten Tipps und Infos bzgl. Hotels, Restaurants, Sights etc., zu allen Destinationen (wir wagen das Experiment “Reisen ohne Reiseführer – zumindest in Buchform”)
  2. Die Mutter aller Sackmesser, mit Kompass, Flaschenöffner, Thermometer etc. – ein Abschiedsgeschenk der tollen ArbeitskollegInnen bei VACANDO und Interhome
  3. …und schliesslich 1’000’350 US-$ in cash – auch dies ein Geschenk (siehe oben)

Okay, die falsche Note haben wir dann doch gefunden!

Something's wrong here...

Trotzdem herzlichsten Dank an alle! 😉