Das Naturwunder, Teil 2 – Die Salzwüsten von Atacama und Uyuni

Der Flug mit Sky Airlines (die besser sind als ihre Website) brachte uns von Punta Arenas nach 3 Stopps in Coyhaique, Puerto Montt und Santiago und ebenso vielen Mahlzeiten schliesslich doch noch nach Calama, von wo es per Bus nach San Pedro ging, einem Dorf in der trockensten Wüste der Welt, der Atacama-Wüste.

Nach dem kühlen und windigen Patagonien ist der staubtrockene Norden Chiles erst mal ein kleiner Klimaschock. San Pedro de Atacama zeigt seinen Charme erst auf den 2. Blick. Erster Eindruck: Ein staubiges, touristisches Kaff, voll von Touranbietern, Hippies, Aussteigern und streunenden Hunden. Dennoch ist es ganz relaxed und man findet jede Menge gute Restaurants (Cafė Adobe, La Estaka, Blanco, Ckunha).

SPdA dient in erster Linie als Ausgangspunkt für Touren, so z.B. in die Laguna Chaxa zwecks Flamingobeobachtung, in die Laguna Cejar, wo man auf dem salzigen Wasser liegen oder in die Laguna Tebinquinche, wo man à la Jesus auf dem Wasser laufen kann. Zum Standardprogramm gehört auch ein frühmorgendlicher Ausflug zu den Tatio-Geysiren auf 4310 m Höhe mit anschliessendem Bad in einem natürlichen Thermalbad bei -5 Grad Lufttemperatur. Wer’s mag…

El Tatio Geysers, Chile
Bei den El Tatio Geysire, nahe San Pedro d.A., Chile

Am meisten beeindruckt hat uns das Valle de la Luna mit seinen herrlichen Canyons und Felsformationen.

Valle de la Luna, San Pedro de Atacama
Valle de la Luna, San Pedro de Atacama

Noch deutlich eindrücklicher dann die Tour nach Bolivien, zuerst in den Nationalpark Eduardo Avaroa. Der Nationalpark beeindruckt mit vielen farbigen Lagunen, z.B. der Laguna Colorada und vielen weiteren mit zahlreichen Flamingos.

Laguna Colorada
Laguna Colorada, Bolivien
Laguna Derennameunsentfallenist, mit Flamingos, Bolivien

Auch Geysire sieht man auf der Tour, die im Gegensatz zu den chilenischen ordentlich blubbern.

Blubbernde Geysire, Bolivien

Und lustige Tiere gibt’s zu sehen, hier das vom Aussterben bedrohte Vizkacha, eine Art Wüstenkarnickel.

Vizkacha sucht Futter
Vizkacha sucht Futter

Anstelle der regulären Backpacker-friert-sich-den-Arsch-ab-Tour mit Übernachtung in einer Blechhütte auf 4300 m wählten wir eine private Tour mit Chofer Simeon (Reguläre Tour in 2 statt 3 Tagen, Anbieter Estrella del Sur, empfehlenswert) und übernachteten daher im komplett aus Steinblöcken erbauten Tayka Hotel del Desierto mitten in der Wüste, auf ca. 4600 m. Die Luft in der Nacht war knapp, der Schlaf unruhig. Dennoch ein Erlebnis.

Tayka Hotel del Desierto, Bolivien

Anderntags dann der Salar de Uyuni, die grösste Salzwüste der Welt, ein absolut brillanter Anblick. Besonders interessant die Isla Pescador mit ihren unzähligen Kakteen.

Isla Pescador, Salar de Uyuni, Bolivien
Isla Pescador mit Kakteen, Salar de Uyuni, Bolivien
Geländewagen auf Salzsee
Geländewagen auf Salzwüste

Nach zwei erlebnisreichen Tagen auf der Tour und zwei anstrengenden Transfers (Nachtzug von Uyuni nach Villazón an die bolivianisch-argentinische Grenze, dann Bus von La Quiaca nach Salta mit 2x unfreiwilligem Aussteigen (Strassenblockade durch Indigenos, Polizeikontrolle durch Gendarmeria Nacional)) werden wir nun von Salta aus noch den Norden Argentiniens erkunden.

Das Naturwunder Torres del Paine

Von El Calafate in Argentinien fuhren wir per Bus nach Chile, genauer nach Puerto Natales. Dort ist nicht viel zu unternehmen, ausser gut essen und trinken (z.B. eine Pizza im La Mesita Grande, das von der ausgewanderten Schweizerin Sandra geführt wird, Kaffee & Kuchen in der Chocolateria Patagonia Dulce und zum Dinner ins Mama Rosa). Das nagelneue Hotel Natalino können wir ebenso empfehlen.

Am nächsten Tag ruckelten wir im Mietauto über endlose Schotterpisten in den Parque Nacional Torres del Paine, wo wir 2 Tage verbrachten. Die wilde Schönheit der Natur, insb. die markanten Berge um die Cuernos und Torres del Paine, die türkisblauen Lagunen und auch die vielfältige Tierwelt (Kondore, Nandus, Füchse, Guanacos…), haben uns tief berührt. Hier einige (iPhone-)Impressionen:

Gletschersplitter am Lago Grey
Laid-back Guanaco vor den Torres
Laguna Azul
Lago Pehoe & Cuernos del Paine

Weiter südlich stoppten wir noch bei der Pinguinkolonie am Seno Otway , wo fleissig gebrütet wurde.

Meet the Penguins

Und nach einem kurzen Aufenthalt im unerwartet charmanten Punta Arenas (Tipp: Hotel Ilaia), der südlichsten Stadt Kontinentalsüdamerikas, verlassen wir das windige, aber wunderschöne Patagonien, und fliegen morgen via Santiago de Chile nach Calama in der Atacama-Wüste.

Alle Wege führen weg von Punta Arenas...