Die Visa-Odyssee

Weltreise planen heisst auch Visa besorgen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern – in Sachen Anforderungen, Klarheit der Prozesse und Freundlichkeit der Mitarbeiter – sind erheblich:

  • Chile, Argentinien, Hongkong und Singapur wollen kein Visum – der Tourist mit seinen Devisen ist auch so willkommen.
  • Wenn man den Link auf der Website im 1993er-Look & Feel erst einmal gefunden hat, verlangt das sozialistische Vietnam satte 80 CHF für ein Single Entry- und 130 CHF für ein Multiple Entry-Visum. Dafür kann man das Visum – nachdem man den Antrag 2-3 Tage vorher gefaxt hat – in Bern persönlich beantragen und abholen. In 10 Minuten und mit einem kleinen Expresszuschlag ist die Sache erledigt.
  • Für Laos braucht der Schweizer kein Visum, wenn er denn nicht länger als 14 Tage bleibt.
  • Für Kambodscha kann man ein Visum online beantragen, sofern man über einen der internationalen Flughäfen (oder einen von ganz wenigen Landübergängen) einreist.
  • Indien hat das lästige Visa-Prozedere an eine Firma ausgelagert. Die Informationen auf der Website sind umfangreich, aber nicht immer einheitlich und verständlich. Man kann den Antrag jedenfalls online erfassen – und sich das Visum zusenden lassen oder persönlich abholen. Ich habe mich für das persönliche Abholen in Bern entschieden. Da ein Express-Visum unverschämte 80 CHF pro Pass zusätzlich kostet (bei “normalen” Gebühren von 80 CHF + 30 CHF “Bearbeitungsgebühr”) , gab ich dem freundlichen Herrn ein frankiertes Rückantwortcouvert für 2 Pässe. Und siehe da, zwei Tage später war Post da, leider aber nur 1 Pass im Umschlag. Auf Rückfrage per Mail wurde erklärt, man hätte halt 2 Couverts benötigt…

Travel.ch bietet eine gute Übersicht über die Visabestimmungen für Schweizer.