Erfahrungen zum Sommeranfang

Die Stadt Salta nennt sich “La Linda” und ist in der Tat ganz hübsch. Und sie pulsiert (wenn nicht gerade heilige Siesta herrscht). 

Salta - Iglesia San Francisco

Von Salta aus wollten wir ein wenig die Umgebung, d.h. die unzähligen Canyons und Schluchten, im Mietwagen erfahren. Anscheinend hatten alle anderen Touristen die gleiche Idee, weshalb wir noch genau ein Auto “auswählen” durften. Und so machten wir uns mit dem übelsten Fabrikat aus Signor Marchionne’s Werkstatt on the road, zuerst gen Süden. 

Die Quebrada de las Conchas führte uns entlang der Ruta de Vino durch bemerkenswerte Schluchten… 

Quebrada de las Conchas - El Obelisco

…nach Cafayate, der Hochburg der Weinproduktion. Dort nächtigten wir auf der Estancia Altalaluna, umgeben von Weinbergen. Es hat uns gefallen dort.

Estancia Altalaluna, Cafayate

Dann ging’s auf der legendären Ruta Nacional 40, die i.d.R. nicht viel mehr als eine Schotterpiste dritter Qualität ist, … 

Ruta Nacional 40
Ruta Nacional 40, km 4405

 …nach Cachi, einem alten Indiodorf. Dort empfehlen wir das Hotel El Cortijo und das Restaurant Ashpamanta, wo die Besitzerin die Pasta noch von Hand formt und selber kocht. Dazu läuft tolle Musik: Ana Prada aus Uruguay, eine nennenswerte Neuentdeckung. 

Cachi

Und schliesslich durfte auch das Unesco-Welterbe Quebrada de Humahuaca nicht fehlen, hier beispielhaft das Dorf Purmamarca mit seinem siebenfarbigen Hügel.

 Die Salinas Grandes sind sicher nicht mit dem Salar de Uyuni zu vergleichen, aber dennoch ganz nett anzusehen. 

Salinas Grandes
Salinas Grandes

Das Kaff San Antonio de los Cobres hingegen, weitere 100 km Schotterpiste auf 3775 m gelegen, bekannt durch den Tren de las Nubes, kann man sich getrost sparen. Dort oben gibt es: Nichts. Darum auch kein Bild. 

Zurück in Salta wurde der Sommeranfang durch Darbietungen verschiedener Tanzgruppen zelebriert. Entzückend.

Salta - Plaza 9 de Julio
Salta - Plaza 9 de Julio

Man kann übrigens hervorragend essen in Salta. Zum Lunch ein paar Empanadas im “Corredor de las Empanadas”. Bife aller Sorten gibt’s gediegen im “El Solar del Convento”, während “El Viejo Jack” die Rinder fast in einem Stück serviert. Alle Portionen auf der Karte sind für 2 Personen kalkuliert – wir fänden 4 angemessener. So teilten wir uns ein knappes Kilo Filet, zum Preis von etwa 18 CHF. Zuhause kostet’s im Restaurant locker das Zehnfache. We definitely love Argentina.