Mit dem Damenrad durch Laos

Laos ist das menschenleerste Land Südostasiens und – gerade im Gegensatz zum geschäftigen Vietnam – herrlich ruhig und entspannt. Böse Zungen behaupten, Lao P.D.R. (People’s Democratic Republic, so die offizielle Bezeichnung) stehe für Please Don’t Rush.

Die Hauptstadt Vientiane, etwa so gross wie Zürich, ist nur ein verschlafenes grosses Dorf am Mekong. Hauptattraktion sind die goldene Stupa (Pha That Luang, das Nationalheiligtum von Laos), das alte Kloster Wat Si Saket mit seinen mehreren 1000 Buddha-Figuren und vielleicht noch der ausserhalb gelegene Buddha Park mit der liegenden Buddha-Statue. Daneben gibt es viele (französische) Restaurants, wo man sich nach Dauernoodles und Ewigreis auch mal ein Filet de boeuf gönnen kann.

Pha That Luang, das Nationalheiligtum von Laos
Pha That Luang, Nationalheiligtum von Laos
Kloster Wat Si Saket
Kloster Wat Si Saket
Buddha Park mit der liegenden Buddha-Statue
Buddha Park mit der liegenden Buddha-Statue

Dann per Bus nach Vang Vieng – ein wunderschöner kleiner Ort inmitten von Kalkfelsen, mit zahlreichen Höhlen, die man per Velo (Damenrad eben, siehe weiter unten) erreichen kann. Anschliessend ein Sundowner am Ufer des Nam Song.

Einmal waschen und legen bitte
"Einmal waschen und legen bitte"
Schulkinder auf dem Heimweg, ausserhalb Vang Vieng
Schulkinder auf dem Heimweg, ausserhalb Vang Vieng
Vang Vieng
Vang Vieng

Vang Vieng wäre noch viel beschaulicher, wären da nicht die Backpacker-Horden, die über das Dorf herfallen wie Heuschrecken. Und wenn sie nicht total dicht durch das Dorf torkeln, liegen (!) sie in den Restaurants und glotzen 10-jährige Friends-Folgen. Ok, man muss nicht immer alles verstehen…

Backpackers und Friends
Backpackers und "Friends"

Die Busreise weiter nach Norden war anstrengend. 7 Stunden für 250 km lassen erahnen, wie eng, kurvig und schlecht die Strassen sind. Leider wurde uns zuvor auf der kurzen Fahrt zum Busbahnhof noch die Kamera geklaut, was die Fahrt nicht angenehmer machte.

Luang Prabang liess dann die Laune schnell wieder steigen. Ein herrlich relaxter Ort, umgeben von zwei Flüssen, mit unzähligen Tempeln (und vielen orange gewandeten Mönchen) und jeder Menge guten Restaurants (z.B. Tamarind, wo man echt laotisch mit den Händen essen kann, oder das Blue Lagoon, mit Lao-Swiss-Cuisine).

Wat Xieng Tong
Wat Xieng Tong
Orange Mönche
Orange Mönche

Auch hier fuhren wir wieder mit dem Velo durch kleine Dörfer und Reisfelder in der Umgebung.

Velotour rund um Luang Prabang
Velotour rund um Luang Prabang

Der Zwischenstopp im Sisters Restaurant war lustig, wissen wir doch bis heute noch nicht mit letzter Sicherheit, ob wir Duck oder Dog gegessen haben. Wir tippen auf Duck, denn Hunde streunten bei Weiterfahrt noch einige herum.

Speisekarte im Sisters Restaurant
Speisekarte im Sisters Restaurant

Die Fahrten mit dem Slowboat auf dem Mekong zu den Pak Ou Höhlen und insb. mit dem Tuk Tuk zum Kuang Si Wasserfall lohnten sich ebenfalls. Sibylle meint: “Anders, aber fast so schön wie Iguazu.”

Kuang Si Wasserfall
Kuang Si Wasserfall
Kuang Si Wasserfälle zum zweiten
Kuang Si Wasserfälle zum zweiten