Im zweiten Teil unserer Reise durch Island verlor der isländische Sommer zwar etwas von seiner Intensität, die Vielfältigkeit der Landschaft wurde dafür immer grösser.
So machten wir uns am 8. Tag auf, den Geländewagen seiner Bestimmung zuzuführen, nämlich einer Fahrt zur Askja, der Mondlandschaft im Hochland, die mit normalen PKWs nicht befahren werden darf.

Mehrere Flussdurchquerungen später…

…erreichten wir dann die Askja mit dem Krater Víti, in welchem auch gebadet werden kann.

Abends gings nach Seydisfjördür, ein Kaff ganz im Osten Islands gelegen (wo auch die Fähren, die aus dem restlichen Europa kommen, anlegen), beliebt bei Künstlern, Freaks und anderen bemerkenswerten Gestalten, wie das Dinner im Bistro Skaftfell zeigte.

Tags darauf erkundeten wir die Ostfjorde weiter und nächtigten schliesslich in Eskifjördur…

…in einem kleinen Cottage auf dem Hof Mjoeyri, wo die Besitzer neben vielen anderen Tieren auch ein verwaistes Polarfuchsbaby aufziehen.

Von dort ging es weiter nach Höfn, bekannt für seinen Hummer. Die Hummervariationen im Pakkhús sind empfehlenswert.
Zwischen Höfn und Vík liegt die Gletscherlagune Jökulsárlón, bekannt aus mehreren James Bond-Filmen. Die schwimmenden Eisberge geben ein spektakuläres Bild ab.


Weiter westlich dann der Nationalpark Skatfafell, in dem man gut wandern und den Wasserfall Svartifoss bestaunen kann.
Ein Highlight dann sicherlich das Dorf Vík í Myrdal. Hier stehen die beachtlichen Basaltfelsen Reynisdrangar.


Die Lundis kann man hier sehr gut im Flug beobachten, wenn sie ins Meer stechen, um Nahrung zu holen.

Gleich daneben der südlichste Punkt Islands, die Halbinsal Dyrhólaey.

Von dort ging es dann direkt weiter nach Reykjavík, der wohl einzigen Hauptstadt Europas wo die Einkaufsstrasse nicht gleich ausschaut wie sonst überall.


Nach dem obligaten Bad in der blauen Lagune flogen wir entspannt und erholt wieder nach Hause.

Alles in allem hat es uns hervorragend gefallen in Island. Unsere Route (siehe unten) können wir zur Nachahmung empfehlen. Der Abstecher in die abgelegenen Westfjorde muss allerdings nicht unbedingt sein, wenn man wenig Zeit hast bzw. nicht so weit fahren möchte (Lundis sieht man mit etwas Glück auch in Vík von ganz nah). Wer nur die absoluten Highlights sehen will, schafft das auch in einer Woche. Und einen Geländewagen braucht man nicht. Den Abstecher in die Askja kann man auch organisiert machen.
Alle Fotos der Island-Rundreise sind nun auf Flickr.
Die Route im Detail:
- Tag: Reykjavík – Goldenes Dreieck (Geysir, Gullfoss, Thingvellir) – Reykjavík (Dinner im Rest. Laekjarbrekka (gut); Übernachtung im Pisa Guesthouse (ok))
- Tag: Reykjavík – Borgarnes – Halbinsel Svaefellsnes – Grundarfjördur (Hotel Framnes eher nicht zu empfehlen, ist aber das einzige im Ort)
- Tag: Grundarfjördur – Látrabjarg (Guesthouse Bjarkarholt (ok))
- Tag: Látrabjarg – Thingeyri – Isafjördur (Dinner im Tjöruhusid (sehr gut); Hotel Isafjördur (gut))
- Tag: Isafjördur – Holmavík – Hvammstangi (Welcome Hotel (gut))
- Tag: Hvammstangi – Halbinsel Vastnes – Akureyri – Hotel Raudaskrida (sehr gut; auch Dinner)
- Tag: Raudaskrida – Myvatn – Dettifoss – Whale Watching in Húsavík (Rest. Gamla Baukur (gut)) – Hotel Raudaskrida
- Tag: Raudaskrida – Askja (Lunchpaket nicht vergessen!) – Seydisfjördur (Dinner im Hotel Aldan (gediegen) oder Bistro Skaftfell (schräg, aber gut); Hotel Aldan (sehr gut))
- Tag: Seydisfjördur – Eskifjördur (Cottage auf dem Hof Mjoeyri)
- Tag: Eskiflördur – Höfn (Dinner im Pákkhus (sehr gut); Höfn Inn Guesthouse (ok))
- Tag: Höfn – Jökulsarlón – Skaftafell (Fosshotel Skaftafell buchen, oft ausgebucht, da wenig Alternativen)
- Tag: Skaftafell – Vík (Hotel Hofdabrekka (gut))
- Tag: Vík – Reykjavík (Dinner im Grillmarket (sehr gut); Luna Hotel Apartments (ok))
- Tag: Reykjavík – Blaue Lagune – Flughafen Keflavík (Rückflug)