Es gibt sie auch in Vietnam – die Sonne! Wir bekamen sie allerdings erst am 9. Tag zu Gesicht.
Aber der Reihe nach: Vom winterlichen Hanoi flogen wir nach Hue, das bis 1945 Landeshauptstadt war und berüchtigt ist für schlechtes Wetter. Und tatsächlich: Die Zitadelle und die verbotene Stadt sowie die zahlreichen Grabstätten der verschiedenen Kaiser und Koenige sahen wir alle im Nieselregen.



Also per Bus (120 km, 4 Stunden – man kommt nicht vorwärts auf Vietnams Strassen, denn jeder macht, wie er will) weiter nach Hoi An, der unbestritten schönsten Stadt Vietnams. Früher wichtigster Hafen an der Seidenstrasse ist Hoi An heute ein schmuckes, fast schon ruhiges Städtchen am Fluss, mit mehr Fahrrädern als den unendlich nervenden Vespas. Man fühlt sich fast ein wenig wie in Holland.

Hoi An hat – neben unzähligen Schneidern – viele sehr gute Restaurants mit hervorragender vietnamesischer Küche (ein Muss: Morning Glory, mit integrierter Kochschule!). Alternativ gönnt man sich am Flussufer in einer Strassenküche eine Schüssel Cao Lau (Lokalspezialität: Nudelsuppe mit Schwein) für 0.75 Fr…
Von Hoi An führt der Standardausflug an grasgrünen Reisfeldern vorbei nach My Son, einer ehemaligen Cham-Tempelstadt. Leider haben die amerikanischen Bomber nicht viel davon übrig gelassen.
Auf der Suche nach mehr Wärme mussten wir weiter bis Saigon, um dort mal wieder Sonne zu sehen. Saigon schlägt alles bisher Dagewesene in Sachen Verkehrschaos, Hektik und Gehupe – 9 Mio. Einwohner, 7 Mio. Motorbikes; so die neusten Zahlen.



Sehenswürdigkeiten gibt es kaum, so dass wir nach dem Besuch der sehr eindrücklichen Cu Chi Tunnels nach Laos weiter reisen, wo die Luft sicher besser sein wird…;-)
