Heilige Stadt, heilige Kuh

Liebe Familie, liebe Freunde: Wir bleiben in Indien und kehren nie mehr zurück!

(das ist doch mal ein Einstieg, oder? Madame meint, im letzten Blogeintrag sei zu wenig zum Ausdruck gekommen, wie gut es uns in Indien gefällt, darum soviel zur Klärung: Es ist herrlich hier in Rajasthan. Das (meist vegetarische und sehr günstige) Essen ist ausgezeichnet, der Magen-Darm-Trakt hält sich wacker, die Menschen sind freundlich und hilfsbereit (und sehr neugierig ggü. uns gora), das Land generell sehr abwechslungsreich und wir sammeln täglich farbenfrohe Eindrücke. Aber die bekannten Klischees stimmen: Auf den Strassen überall kackende Kühe, wirblige Händler und viel Gebettel…)

Verkehrsteilnehmer, Pushkar

Udaipur
Die weisse Stadt oder Stadt der Seen ist derart schön, man möchte sie am liebsten nie mehr verlassen. Es gibt unzählige Paläste und viele Rooftop-Restaurants, von denen man auf den Pichola-See sieht, wo es 1983 schon Roger Moore zu Octopussy’s Lake Palace hinzog (anders als in Vang Vieng läuft darum statt Friends überall der Bond-Streifen).

Udaipur by night

Nicht verpassen sollte man eine Bootsfahrt auf dem See sowie die abendliche Folklore-Show im Bagore Ki-Haveli.

Aber nach 3 Nächten (wir empfehlen ein Seesicht-Zimmer (30$) im Mewar Haveli und insb. dessen Dachrestaurant – dort wartet man auch nicht stundenlang auf Bedienung, Essen und Rechnung wie in vielen anderen Restaurants in Indien) mussten wir dann doch weiter.

Pushkar
Die heilige Stadt ist, wie erwartet, hochgradig spirituell. Alkohol und Fleisch gibt es nicht, dafür barfüssige israelische Hippies, hennagefärbte Damen mittleren Alters im fortgeschrittenen Stadium der Selbstfindung, aufdringliche (selbsternannte?) brahmanische Priester – und eine entspannte, wirklich schöne Atmosphäre am Sarovar-See.

Sarovar Lake Pushkar

Man kann dem ganzen “Gschpürsch-mi” auch ganz gut entfliehen, indem man auf Kamelsafari geht. Oder den Blog aktualisiert 😉

In Pushkar meditieren sogar die Affen!

Hotels und Backpackerabsteigen gibt es viele, aber kaum gute (wir haben uns 9 angesehen…!!). So blieben wir eine Nacht im Seventh Heaven (mit gutem Rooftop-Restaurant) und eine im Dia (die beide Mr Anoop gehören). Das Zimmer im Seventh Heaven war mit 11 Stutz das billigste unserer bisherigen Reise…und hatte trotzdem heisses Wasser, was in Indien nicht immer gegeben ist. Auch das Restaurant Raju am Main Bazaar ist sehr gut.

Weitere Fotos von unserem Rajasthan-Roadtrip sind auf Flickr zu finden.

1 Comment

  1. Ah, dann hat euch das Indien-Fieber nun doch noch gepackt? Ich finde es natürlich schade, dass ihr nie wieder zurück kehrt, aber zumindest Sibylle’s STV wird für die Situation vollstes Verständnis haben, ist sie doch auch ein grosser Indien-Fan:-) Lasst mich dann einfach mal wissen, in welchem Ashram man euch finden kam, ich komm euch dann besuchen. Geniesst es weiterhin und eine gute Reise nach Kerala, dem ” God’s Own Country”

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